Die ErnteperiodeDer
klimatische Verlauf des
Jahres führt im Hochland zu sehr unterschiedlichen
Tee-Qualitäten, weil sich nur in bestimmten Jahreszeiten die
natürlichen ätherischen Öle in den
Blättern
ansammeln. Als Qualitätsperioden werden für
Darjeeling die
Frühlingspflückung (März/April) -- der First Flush --
und die
Sommerpflückung (Juni/Juli) -- der Second Flush
-- bezeichnet.
Nach der Ruhepause des Winters erbringen die ersten Triebe des Teebusches für den First Flush ein besonders feines, frisches und intensives Aroma, leicht blumig und spritzig anregend. Von Pflückrunde zu Pflückrunde nimmt die Qualität dann wieder ab. Es schließt sich die kurze Periode des "In Between" an, in der sich der Teestrauch erholt -- er "schläft." Von den Teearbeitern wird er nun gereinigt und gekämmt. Heraus fallen harte Blätter und noch einige wenige weiche. Es sind die Reste. "Der Tisch wird sauber gemacht," sagen die indischen Pflanzer, und dass sie aus diesen Resten einen Tee für den Hausgebrauch der Plantagenarbeiter machen. Die dann aufbrechenden Triebe für den Second Flush haben die kräftige Aromafülle des Sommers, sind würzig und nussig im Geschmack. Die Qualität mindert sich auch hier von Pflückrunde zu Pflückrunde. Die im Anschluss einsetzende Hauptmonsunperiode erzeugt so genannte "Rain Teas" deutlich minderer Qualität. Der Herbst führt im Oktober und November noch einmal zu Austrieben, die als "Autumnal Flush" mit einer milden Würze zu Qualität gelangen können. |
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Zwei Blätter und eine KnospeZwei
Blätter und eine
Knospe -- "two
leaves and a bud"
-- lautet die Pflückregel für Qualitätstee.
Qualitätstee versteht sich als Blatt-Tee im Unterschied zu
gebrochenen Teeblättern (broken).
Die Sorgfalt des Pflückens, ohne die unteren groben Blätter, stellt ein weiteres Merkmal für Qualität dar und drückt sich in den Blattbezeichnungen aus. Flowery Orange Pekoe (FOP) steht für die Knospe mit den obersten beiden zarten Blättchen; Orange Pekoe (OP) für das darunter liegende erste Blatt, Pekoe für das zweite, Pekoe Souchong für das dritte und Souchong für das vierte. Nur für die Region Darjeeling ist es gebräuchlich, die höchste Blattqualität mit dem Zusatz Finest Tippy Golden (FTG) zu der Bezeichnung FOP zu verstärken -- FTGFOP. Golden Tippy sind die hellbraunen Spitzen der jungen Teeblätter, die weniger Zellsaft enthalten und sich bei der Fermentierung nicht dunkel färben. |
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Woraus Tee bestehtTee
enthält unter anderem
8,5% Wasser, ca. 30% Stickstoffsubstanzen, 1,5-4% Koffein, 1%
ätherische Öle und 17% Gerbstoffe, darüber
hinaus
Vitamin B1 (soll gegen Stress und Lärm unempfindlich
machen
und baut Menschen mit überwiegend geistiger Tätigkeit
wieder
auf), Fluorid (nach 5-6 Tassen nimmt der Körper etwa 1
Milligramm
Fluor in Form von Fluorid auf und soll damit zur Kariesprophylaxe
beitragen).
Dem
Koffein (früher auch
als Tein bezeichnet) und der Gerbsäure verdankt der Tee seinen
Ruf
der anregenden und gesundheitsfördernden Wirkung. Koffein
wirkt
anregend auf das Gehirn und das zentrale Nervensystem und die
Gerbsäure beruhigend auf Magen und Darm.
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